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Dreifaltigkeit - oder das Gastmahl Abrahams

DreifaltigkeitsikoneMeine erste Dreifaltigkeit entstand als Wiedergabe einer Wandmalerei aus der Apsis der Klosterkirche Johannes der Theologe in Patmos, Griechenland. Das Fresko stammt aus dem 12. Jhd. und ist, lagebedingt, etwas proportional etwas ungünstig komponiert. Drei Engel: Gott-Vater, Gott-Sohn und Heiliger Geist - man weiß nicht, welcher Engel zu welcher Wesenheit gehört, übrigens eines der Mysterien der Ikonenmalerei - sitzen an einem Tisch und segnen. Zwei der Engel halten ein Zepter in ihren linken Händen, indes der mittlere Engel eine Schriftrolle in seiner Linken hält.

Dreifaltigkeit Ikone quadratischDoch dann bekam ich erneut einen Auftrag. Die Auftraggeberin erbat sich jedoch die Hinzufügung von Abraham - so wie es auf anderen Ikonen durchaus der Fall sein kann. Ich nutze die Gelegenheit, um das zwar korrekte, aber etwas unproportionale Format für die Tafelmalerei anzugleichen. In Gesprächen mit meiner Auftraggeberin kamen wir zu dem Entschluss, dass sich ein quadratisches Format geradezu anbot. Theologisch eine schlüssige Bereicherung der Ikonensymbolik der Dreifaltigkeit. Mit diesen zarten Anpassungen entstand dann folgende Ikone: Abraham betritt von links mit einer Schale Oliven die Szene. Er ist im Maßstab kleiner gehalten, da er eine nicht ganz so tragende Rolle in dieser Ikone einnimmt. Auf Sarah wurde ganz verzichtet.

 

Dreifaltigkeit Gastmahl Abrahams mit Sarah Ein dritter Auftrag erreichte mich bereits einige Zeit zuvor. Der Auftraggeber wählte das Thema: Das Gastmahl Abrahams. Also selbiges, mit dem wir uns hier gerade beschäftigen. Die Vorlage dazu stammt diesmal aus den 15. Jhd und befindet sich im Byzantinischen Museum Athen. Dort steht Sarah, genau wie Abraham, hinter den drei Wanderern, die auch hier als Engel auftreten. Jedoch war dies meinem Auftraggeber zu dominant; er erbat sich die Sarah aus dem Fenster des hinteren Hauses schauend. So entstand dann diese Abschrift.

Übrigens: Lassen Sie sich bitte nicht zu sehr von den Farbtönen beeinflussen, denn die Fotos entstanden naturgemäß zu unterschiedlichen Zeitpunkten, mit unterschiedlichen Kameras unter unterschiedlichen Beleuchtungen. Daher gibt es, besonders bei der zweiten Abbildung, Abweichungen, die real gar nicht existieren.

Die berühmte Dreifaltigkeit nach Rublev (300 Jahre später, 15. Jhd.) finden Sie - zu einem Triptychon verarbeitet - großformatig  auf Leinwand hier...
Die Rublev’sche Dreifaltigkeit auf einer Holztafel, 30x40cm sehen Sie
hier...

 

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