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Erläuterungen zur Preisfindung bei Ikonen

Wie kalkuliere ich eine Ikone? Oft werde ich danach gefragt, anhand welcher Kriterien ich den Preis einer Ikone bestimme. Eine Preiskalkulation ist eine ziemlich aufwendige Sache, die wohlüberlegt alle Kriterien einer Arbeit zusammenstellt und deren Schwierigkeiten anhand von Erfahrungswerten einschätzt. Das gewünschte Format hat ebenfalls Einfluss auf die Preisfindung.

Stellen Sie sich vor, Sie sollen eine Fläche von 20x30 cm schwarz ausmalen. Mit einem dicken Pinsel oder einer Farbrolle ist das schnell getan. Nun sollen Sie die gleiche Fläche ausmalen, jedoch mit zwei Farben. Sie müssen also zumindest eine Kante beschneiden (aufpassen, dass Sie nicht übermalen). Soll sich die zweite Farbe aber als Quadrat in der Mitte befinden, müssen Sie sogar vier Kanten beschneiden. Handelt es sich dabei um die Silhouette einer Figur, müssen Sie noch viel mehr aufpassen nicht überzumalen und brauchen dazu auch viel feinere Pinsel.

schwarz

schwarz-weiß

schwarz-weiß-Quadrat

Figur02

Und beachten Sie ausserdem, dass bei meiner Ikonenmalerei jede einzelne Farbfläche eine Zeichnung in Form von Linien erhält (z.B. die einzelnen Faltenwürfe bei Gewändern), drei Farbaufhellungen aufgetragen werden und oft noch feine Lasuren hinzukommen. Das macht schlussendlich die Qualität und Feinheit einer handgemalten Ikone aus.

Je mehr Farbflächen also auf dieselbe Fläche auftragen werden sollen, um so mehr Zeit wird man dafür benötigen, da jeder Rand zur angrenzenden Farbe sauber beschnitten werden muss. Die Aufmerksamkeit ist zudem bei vielen kleinen Farbflächen wesentlich mehr beansprucht als beim Ausmalen einer einzigen, grossen Fläche.

 

transparente Kalkulationen, faire Gestaltung!
Feine Arbeit - feine Preise. Immer gut beraten von Kirsten Voß

 

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