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Ein seltenes Ikonenthema -
Christus vertreibt die Händler aus der KircheVertreibung der Händler aus dem Tempel

Kraftvoll und mit erhobener Hand schwingt Christus, der Herr, die Peitsche und vertreibt die Händler aus der Kirche. Er ist gekommen als unser Erlöser, der Erlöser von Schuld, der Befreier unserer Seelen aus dem falschen Priesterglauben von Sünde und Ablass, Schuld und Opfer. Niemand soll sich an dem schlechten Gewissen der Gläubigen bereichern, niemand soll sich von seinem schlechten Gewissen freikaufen. Mit Gott macht man keinen Handel. Das von den Priestern klein gehaltene und verängstigte Volk konnte sich aus der Umklammerung der Opferungen nicht allein befreien. Was für ein Segen steckt hinter dieser Handlung Christi!

Nein, wir wollen keinen zornigen Christus mit wirrem Haar kennen? Wir wollen ausschließlich den sanftmütigen, alles erduldenden? Vielleicht ist jedoch ein klares Wort, eine klare Handlung notwendig, Not wendend, um den Geist zu befreien. Ein Geist, ein Heiliger Geist, der lebendig macht und frei. Ein Geist, der uns wieder zum Menschen Peitsche schwingender Christus macht und vom Sklaven befreit, von starren Regeln und Geboten, deren Nutznießer allein die Priester und die mit ihnen verbundenen Händler waren. Christus durchschaute das. Keine Opferungen mehr, keine qualvollen Tiertötungen, kein verbranntes Fleisch zur “Freude Gottes”. Was für ein Gott ist das wohl, dem solches Tun zur Freude gereicht? Schau hin und lasse dich nicht (ver)führen von klugen Worten, die aus Bösem Gutes machen. Christus zeigt, was er von diesem Handeln hält. Erstaunt und als ob er es kaum fassen könne, wohnt ein Jüngling dem Geschehen bei. Ein Grauhaariger blickt ruhig und gefasst, so als ob er darauf schon lang gewartet hat. Gott braucht keine blutigen Opfer!

Die Vorlage zu dieser Arbeit befindet sich in der Kathedrale Monreale, 7 km entfernt von Palermo, im Kreuzgang. Es handelt sich um ein Mosaik aus dem 12. Jahrhundert.

Opfertiere der HändlerAls Fresko, 16. Jhd., wird dieses Motiv auch im “Kloster des Menschenfreundlichen”, ionische Inseln auch heute noch zu finden sein. Es fügt sich ein in eine ganze Reihe von erzählerischen Darstellungen der Handlungen Christi. Es fügt sich ein und ragt doch daraus hervor ob seiner Heftigkeit des Herrn. Eine klare, deutliche Aussagekraft geht aus dieser Darstellung hervor und ist heute aktuell wie jeh. Wie viel Buße, Schuld und Opferhaltung wird dem “modernen Menschen” abverlangt! Unser Gewissen reagiert seismografisch genau auf äußere Reize, die uns Schuld und Sünde auferlegen, ganz subtil, um so wirksamer. Befreiung tut Not. Christus hat uns durch seinen Tod von Schuld und Opfer erlöst. Die erstaunten und verängstigten HändlerKeine Ablassbriefe mehr, in neuerer Form als CO2-Schuld-Steuer getarnt.

Wir sind Schöpfer! Erhalten wir freudig die Umwelt und verhalten wir uns dementsprechend. Ein Handel mit vermeintlicher Schuld spielt immer den Falschen in die Hände. Verführung und Bequemlichkeit, hier eine Spende und von weiterer Schuld befreit. Ein gutes Gewissen kauft sich mit Leichtigkeit. Doch vor Gott kann das keine Anerkennung finden. Diese Ikone zeigt es deutlich und gibt denen Kraft, die den ehrlichen Weg gehen: Und die Wahrheit wird euch frei machen!

 

 

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